Mehr als 120.000 Menschen erleiden in Deutschland jedes Jahr außerhalb eines Krankenhauses einen plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand. Ohne sofortige Maßnahmen zur Wiederbelebung sinken die Überlebenschancen deutlich. Doch viele Ersthelfer fühlen sich im Ernstfall unsicher oder haben Angst, etwas falsch zu machen. Deshalb hat die St. Hubertus Schützenbruderschaft Alfen am Freitag, 16. Oktober, eine kostenfreie Erste-Hilfe-Veranstaltung angeboten. Das Interesse war groß, sodass Brudermeister Hartwig Thiele im Saal des Schützenhauses rund 35 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßen konnte.
Durch den Abend führten Dr. med. Thorsten Dahm, Chefarzt der Klinik für Notfallmedizin im Christlichen Klinikum Paderborn, und Notfallsanitäter Patrick Hillebrand. Verständlich erklärten sie, wie man einen Notfall erkennt, den Notruf absetzt und mit der Herzdruckmassage beginnt. Anschließend übten die Teilnehmer die Handgriffe nach der Merkregel „Prüfen, Rufen, Drücken“ selbst. Patrick Hillebrand gewährte zudem Einblicke in die Abläufe des Rettungsdienstes. Er schilderte, was bei einem Anruf unter der 112 geschieht und wie die Leitstelle Ersthelfer bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes unterstützt.
Ein weiteres Thema war der Umgang mit einem automatisierten externen Defibrillator (AED). Die Geräte geben klare Sprachanweisungen und lassen sich auch von Laien sicher bedienen. Gut zu wissen: Ein solcher Defibrillator wird in Kürze auch neben dem Vereinsbaum in der Dorfmitte angebracht und dann im Notfall für jeden zugänglich sein.

